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Komm, komm wer du auch bist, Vagant, Anbeter, Flüchtling.
Es hat keine Wichtigkeit
Unsere Karawane ist nicht eine der Verzweiflung.
Unsere Karawane ist eine des unendlichen Glücks.
Komm, auch wenn du deine Vorsätze tausend mal gebrochen hast.
Komm, komm wieder. Komm !

Maulana Jalaluddin Rumi
Vincenzo Kavod Altepost
a Verlin 9
CH 6954 Sala Capriasca
Ticino, Schweiz
Tel: 
0041 79 632 41 35
 
v.altepost@bluewin.ch

Yoga bringt den Geist zur Ruhe.
Dann ruht der Sehende in seiner wahren Natur.
Sonst identifiziert sich der Sehende mit den veränderlichen Inhalten des Geistes.
Patanjali


Einführung

Wir leben heute in einer faszinierenden Zeit. Alles ist in ständigem Wandel. Ein noch nie dagewesener kultureller Austausch findet weltweit statt. Ideologien, Glauben, Konzepte und Prinzipien desintegrieren sich . Sicherheiten kann man heute aufgeben. Wir leben bestimmt in einer höchst interessanten Epoche. Mir gefällt diese Zeit. Es ist aber auch eine schwierige Welt geworden. Wir leben in einer harten Konsumgesellschaft. Der materialistische Aberglaube dominiert. Innere geistige Kenntnisse und Werte werden verschüttet und bleiben für viele Individuen ganz unbekannt. Die Sehnsucht des Menschen nach Erfüllung verliert sich hauptsächlich in Äusserlichkeiten. Es ist daher eigentlich ganz logisch, dass wir heute so viele Jugendliche haben die zur Droge greifen, um inneren Frieden, Ruhe und Glück zu "konsumieren". Eine Trennung zwischen materiellem Leben und geistigem Leben ist absurd. Es gibt nur ein Leben. Es ist aber wichtig, dass die Aufmerksamkeit eines Menschen nicht nur nach aussen oder nach innen gerichtet ist, sondern dass ein Gleichgewicht besteht zwischen Innen und Aussen.

Ein Ich das nur durch Äusserlichkeiten aufgebaut ist ohne die zentrale Erfahrung des eigenen Seins, kann nicht gesund leben. Ziel dieser kleinen Schrift ist es dieses dynamische Gleichgewicht zwischen innen und aussen wieder herstellen zu helfen.

Du sollst die Kraft und die Schönheit Deiner eigenen inneren Bewusstheit erfahren lernen, um von dieser zentralen Haltung aus voll leben zu können. Die kulturelle Form die dieser Prozess dann annimmt ist gleichgültig, sei es Musik, Gesang, Literatur, Yoga oder Kunst oder alles zusammen. Wichtig ist, dass das innere Leben wieder erwacht und führt. Vom Haben zum Sein.

Die verschiedenen Religionen sind für mich verschiedene kulturelle Sprachen der gleichen Sehnsucht des Menschen. Universalität und Toleranz sind wichtig für mich. Fanatismus, Ideologie und Intoleranz machen mir Schwierigkeiten. Jeder Mensch sollte die göttliche Natur seines eigenen Bewusstseins erfahren, sollte Glück Liebe und Frieden in seinem eigenen Herzen erleben. Was für eine kulturelle Form er dieser Erfahrung dann gibt, ist für mich Nebensache.
Die Erfahrung ist das Wichtigste. Leider kann man Erfahrungen nicht übermitteln. Jeder muss seine eigenen machen. Worte sind auch erst nützlich wenn das Verstehen schon da ist.
Wir werden diverse Themen berühren. Die verschiedenen Möglichkeiten, sich selbst zu identifizieren. Über Gedanken und Gefühle. Die Ebene des Bewusstseins. Die Liebe und die Kraft, die in Dir sind. Du hast Zeit gehabt Deinen eigenen Grenzen zu begegnen. Auch Deine Lügensysteme wirst Du schon selber durchschaut haben. So ist dies die beste Zeit für Dich, Dein Leben selber in die Hand zu nehmen. Das meiste was ich schreibe weisst Du schon, so werden es Wiederholungen für Dich sein. Ich bin nicht interessiert, Dir Meinungen oder Ideologien zu übermitteln. Konzepte und Glaubensprinzipien interessieren mich nicht.

Die grundlegende Natur eines jeden Menschen:
Die grundlegende Natur eines jeden Menschen ist das reine klare Bewusstsein, ein unendlicher, heiliger innerer Raum. Diese innere Vollkommenheit hat verschiedene Namen, je nach Kultur, kann aber mit Worten gar nicht definiert werden. Obwohl sie die Grundlage bildet, nicht nur aller Lebewesen, sondern auch die Grundlage aller Formen in diesem unendlichen Raum, von den Planeten bis zu den Galaxien. In der poetischen Literatur der Mystiker sagt man: „Gott steht dir näher als dein eigener Atem" oder „Gott steht dir näher als deine eigene Halsschlagader". Auch der verirrteste Mensch hat als Grundlage diese innere Vollkommenheit, dieses reine Bewusstsein, diesen heiligen inneren Raum. Normalerweise ignorieren wir Menschen diese unsere grundlegende Gutheit, und identifizieren uns fälschlicherweise mit den ewig wechselnden Inhalten unseres Geistes. Wir bleiben identifiziert mit unseren Erfahrungen und unserem konstanten inneren Dialog. Durch die Jahrtausende hat es viele spirituelle Meister gegeben die, motiviert durch ihre Liebe, ihrer Weisheit und ihrem unendlichen Mitgefühl, mit allen Mitteln versucht haben, uns aufmerksam zu machen, auf diese unsere innere Vollkommenheit, auf unsere innere grundlegende Gutheit, unser Sein, unser reines klares Bewusstsein. Sie haben auf verschiedene Weise versucht, uns teilhaben zu lassen an dieser inneren Erfahrung und sie haben uns gelehrt, nicht nur diesen Bewusstseinszustand zu erfahren, sondern auch aufrecht zu erhalten und aus dieser Vollkommenheit heraus zu handeln. Ein solches Handeln ist nicht mehr egozentrisch, sondern ist ein Handeln für das allgemeine Wohl, für das „Wir". Es ist ein Handeln, ausgehend vom Raum des Herzens. Ein Handeln mit natürlicher Intelligenz und einer Fähigkeit der Unterscheidung, das sind die Eigenschaften eines freien und klaren Geistes.
Die Menschheit ist heute mit mehreren Herausforderungen konfrontiert. Als Spezies Mensch haben wir große Errungenschaften erreicht, gleichzeitig erschaffen wir aber auch immer neue Probleme. In der Medizin haben wir große Fortschritte gemacht und die Menschen werden immer älter. Gleichzeitig haben wir aber heute Probleme mit der Überbevölkerung, in der Ökologie, mit der Energie, Nahrungs- Probleme, Wassermangel und viele andere mehr. Die Probleme mit denen unsere Gesellschaft konfrontiert ist, sind nicht mehr zu lösen auf der Basis unserer üblichen egozentrischen Vorgehensweise. Wir brauchen einen neuen Modus diesen komplexen Situationen entgegenzutreten, welche gefährlich sein können aber gleichzeitig auch voller Möglichkeiten sind. Um den vielen Problemen in unserer vernetzten Welt entgegenzutreten und sie zu lösen, brauchen wir Menschen die mit Weisheit handeln, mit Liebe und Unterscheidungsvermögen, im Gedanken an das gemeinsame Wohl, das "Wir". Wir brauchen diese Menschen, die ernsthaft engagiert sind, in allen Bereichen unserer Gesellschaft, in der Politik, der Verwaltung, der Wirtschaft, der Bildung. Eine Person die vom eigenen reinen klaren Bewusstsein ausgehend handelt, die diese innere Erfahrung stabil aufrecht erhält, diese Wahrnehmung des inneren Raumes, und sie auch in der Handlung nicht verliert, wird in seinen Handlungen Resultate erreichen, die eine große Möglichkeit haben besser zu sein.
Der Begriff der Erleuchtung ist im allgemeinen Sinn etwas unerreichbares, jenseits unserer Möglichkeiten und stellt die Spitze jeder möglichen Entwicklung dar. Im allgemeinen Sprachgebrauch ist die Erleuchtung ein Wert der so hoch und unerreichbar erscheint, dass er nicht zu den von uns zu erreichenden Zielen gehört. In der Wirklichkeit hingegen ist die Erleuchtung eine sehr konkrete, reale, Angelegenheit, praktisch und wünschenswert für jedermann. Wenn wir mit unserem permanent laufenden inneren Dialog identifiziert bleiben, so bleiben wir in einem gewissen Sinne Sklaven unseres Geistes, mit all den wechselnden Inhalten und Emotionen. Anzufangen, regelmäßig den inneren Raum unseres reinen klaren Bewusstseins zu erfahren ist leicht, nützlich und immer zur Verfügung. Wenn es mit der Zeit gelingt, diese innere Verbundenheit aufrecht und stabil zu erhalten, so erfahren wir wirklich einen bedeuteten Wechsel in der Wahrnehmung unseres Bewusstseins. Dieser Wechsel verändert und erweitert unsere Wahrnehmung vom „Ich". In diesem Sinne ist die Erleuchtung nicht das Ende der inneren Entwicklung, sondern der Anfang, der eigentliche Beginn tiefer Menschlichkeit. Die Erleuchtung ist ein Wendepunkt zu einem besseren Verständnis und zu einer breiteren Wahrnehmung der Wirklichkeit, und ermöglicht, in der unendlichen Verbundenheit, effektiver und besser für das Gemeinwohl zu handeln. Die Erleuchtung ist nicht etwas statisches, sondern dynamischer Fortschritt, Entwicklung und Wachstum. Die sensorische Wahrnehmung erhöht sich, sowie das intuitive Verständnis der Situationen. Aus diesem praktischen Grund, für das Gemeinwohl, muss die Erleuchtung eines unserer anzustrebenden Ziele sein. Es ist leicht mit dem inneren Raum, mit der grundlegenden Natur unseres Geistes, in Kontakt zu kommen. Um diesen inneren Kontakt, diese innere Verankerung, dauerhaft aufrecht zu erhalten, in jeder beliebigen äußeren Situation, dazu braucht es eine ernsthafte Verpflichtung, Ehrlichkeit, Geduld, Disziplin, Liebe, Humor und Freude.

                                             Vincenzo Altepost, Sala Capriasca, September 2011


Grundgedanke. Audio Mp3

Wie ist die Situation meiner Gäste der letzten 20 Jahre zu beurteilen,
heute im Juni 2009.

68% waren erfolgreich in ihrem Bestreben der Suchtfreiheit.
32% haben das Ziel der Suchtfreiheit noch nicht erreicht.
Diese Resultate sind beeindruckend gut aber gleichzeitig auch zu relativieren da sie ja nichts aussagen über den gegangen Weg nach dem Austritt bei mir.
Was aber klar ersichtlich wird ist die Tatsache, dass jemand der sich ernsthaft einsetzt auch Erfolg hat.


Einen Selbsthilfekurs:
Free Mind
Schaffe Raum in Deinem Geist.
Freier Geist, gross in der Liebe und der Freude.

 


Was ich erreichen möchte:
dass Du die Möglichkeit hast, die Schönheit, Grösse und Kraft Deiner eigenen Natur zu erkennen. Ich möchte erreichen dass es Dir möglich wird, Dich mit Deinem eigenen Sein zu identifizieren. Ich wünsche Dir dass Du lernst, Dich an Deinem eigenen Bewusstsein zu berauschen.

Grundgedanke. Audio Mp3

Selbsthilfe ist Soforthilfe und Soforthilfe ist Selbsthilfe. Die Gedanken die hier zum Ausdruck kommen sind allgemein gültig, sie dienen mir und Dir. In allem was ich schreibe bin ich selber Schüler.

Beginnen wir jetzt.
Betrachte dich jetzt, nur JETZT, die Vergangenheit interessiert nicht mehr, sie ist unwiederbringbar vorbei und bereits gelebt worden. Die Zukunft liegt wie ein unbeschriebenes Blatt vor dir. Die ‚Worte' die du darauf setzen wirst, entstammen deinen Gedanken. Nur und ausschliesslich dem, WAS DU DENKST. Be-denke es.

Es gibt positive und negative Zustände, tief eingegrabene Gedanken die sich gewohnheitsmässig wiederholen, wie eine wiederkäuende Kuh, Muster die wir angenommen und in uns hinein genommen haben, Gedankengebilde, Interpretationen, die wiederum festgelegte emotionale Reaktionen erzeugt haben, Automatismen. All das ist auf unserer geistigen Festplatte gespeichert. Wird nun ein bestimmter Knopf gedrückt, läuft das ganze dazugehörige Programm ohne Gnade ab.

Wie löscht man nun einen solch festgelegten Ablauf, der uns nicht dienlich ist?
Zunächst eine Frage: würdest du Abfall oder verdorbene Nahrung bereitwillig zu dir nehmen? Aber negative Gedanken ja? Genau das tun wir, so widersinnig das erscheint. Da Gedanken feinstofflicher sind als Nahrung, und die Wirkung sich oft nicht so unmittelbar niederschlägt, sondern unterschwellig Gift verbreitet, sind wir uns dessen wesentlich weniger bis überhaupt nicht bewusst. Dazu kommt das wir uns mit unseren Gedanken identifizieren, uns an sie gewöhnt haben, und sie sogar verteidigen, weil wir uns damit im Recht fühlen wollen. Wir identifizieren uns immer mit dem was wir denken und nehmen es wichtig, weil wir glauben das sei alles was uns ausmacht.
Offensichtlich gibt es widerstreitende Kräfte in uns. Man könnte sagen die Kräfte der Dunkelheit und die Kräfte des Lichtes. Sehr oft führen diese Kräfte Krieg miteinander. Sind wir diese Gedanken, oder haben wir sie? Sind wir diese Gefühle, oder haben wir sie? Sind wir dieser Körper oder haben wir ihn? Wenn wir das alles wären, was wären wir dann? Bei all den wechselnden Stimmungen und Inhalten, und einem Körper der vergeht und zu Staub zerfällt - ?
Augenscheinlich existiert jedoch ein Element in uns das immerzu wahrnimmt und beobachtet, was wir denken, in welcher Stimmung wir uns befinden, und zudem stetig beobachtet, wie sich unser Körper über die Zeit verändert. Dieses ‚Etwas' nennt man den ‚Zeugen'. Er ist von Geburt bis zum Tod zugegen, und auch darüber hinaus. Er ist ganz einfach, ohne Werden und Vergehen, unabhängig von jedem äusseren Einfluss, bleibt immer gleich, immer derselbe. In diesem Moment bist du dir bewusst was du denkst, was du tust, und genau das w a s weiss, ist der allgegenwärtige Zeuge. Er ergreift nie Partei, ist einfach nur gegenwärtig, bewusst, frei.
Du kannst das jetzt nachvollziehen, es ist etwas sehr einfaches. Und damit kannst du jetzt auch den ersten Schritt in die Freiheit tun, Befreiung von deinen geistigen und emotionalen Zuständen. Vom Haben zum Sein (später noch mehr dazu). Es bringt sofort Licht in die Dunkelheit. Vielleicht hast du schon mal den Film ‚Starwars' gesehen, oder eine andere Heldensaga. Dort werden die Krieger des Lichtes durch ein Überangebot dunkler Kräfte herausgefordert. Die dunklen Kräfte spielen und bauschen sich immer auf. Die lichten Kräfte lassen sich letztendlich nicht täuschen, sie bleiben standhaft, auch bei aller Versuchung und Herausforderung. Siehst du, wir können Krieger für das Gute, Sinnvolle sein, vor allem um uns selber gut zu fühlen. Wir müssen es sogar sein, wenn wir nicht der sonst selbstprogrammierten Selbstzerstörung anheim fallen wollen. Es sind lediglich Kräfte die uns zu Boden bringen wollen, Kräfte die ein Eigenleben führen, in uns führen, sich von unserer Lebensenergie ernähren. Erkenne es, und zeige diesen Kräften wer der Herr, die Herrscherin im Haus ist! Das ist die Wahl die wir haben.
Die äusseren Umstände mögen wir nicht beeinflussen können, aber unsere Einstellung dazu können wir selbst bestimmen, sonst werden wir von allen möglichen Umständen, inneren oder äusseren bestimmt. Wenn du dich unwohl fühlst, denke nicht darüber nach, was oder wer dich in diese Situation gebracht haben mag, es ist nicht wichtig. Wichtig ist zu erkennen, das du dich jetzt in diesem Augenblick mit dem identifizierst was du denkst und somit auch fühlst. Gehe darüber hinaus! Es ist nur ein kleines, ganz kleines enges Zimmer, ein Loch, ein Gefängnis in dem du dich gerade befindest. Darüber hinaus gibt es einen unendlich weiten Raum, so wie ihn uns auch der Anblick des Himmels schenkt, und das Wissen über einen tatsächlich unvorstellbar unendlichen Raum der noch dahinter liegt. Dieser Raum existiert, in uns als auch um uns, es hängt immer nur von der jeweiligen Perspektive ab, worin wir uns befinden - genau davon hängt unsere Befindlichkeit ab. Lenke ich meine Aufmerksamkeit auf die kleine Zelle, bin ich in dieser kleinen Zelle, mit all ihren Auswirkungen, lenke ich meine Aufmerksamkeit auf den grenzenlosen Raum, werde ich zu diesem Raum. Der Raum ist immer da, der weite Himmel ist immer über uns, wenn ich auf den Boden starre und das um mich liegende vergesse, existiert er dann immer noch? Offensichtlich ja, nur ich wende ihm nicht meine Aufmerksamkeit zu. Wenn wir ein Krieger des Lichtes und der Liebe sein wollen, müssen wir wissen, welcher Nutzen für uns darin liegt es zu sein, dann können wir uns willentlich dafür entscheiden. Ein Kampf findet ohnehin statt, so oder so! Wir haben die Entscheidung uns allmählich umbringen zu lassen, in grosser Abhängigkeit etc. zu enden, und dann mit den Auswirkungen dieser Wahl zu ringen, in Blindheit oder Hass, Angepasstheit, Depression, Verzweiflung etc. Oder wir stehen in aufrechter Haltung für das ein, was uns innerlich immer stärker, kraftvoller, liebevoller und mutiger werden lässt, Qualitäten die in sich von Freude und Zufriedenheit erfüllt sind. Und auch dann, und das ist normal, wenn wir immer wieder Niederlagen erleiden. Sonst wäre es nicht eine Kunst der Kriegerschaft. Ein Krieger ist keiner der andere Menschen tötet, das sind blinde Mörder. Ein Krieger ist der oder die, die falsche Emotionen, mit denen man sich selbst oder anderen schadet entlarvt, und die Energie die in solchen Emotionen steckt nutzt, um sich in grösstmöglicher Weise zu befreien. Denn Freiheit ist etwas das wir uns alle ausnahmslos wünschen. Wir wollen alle über unsere Grenzen, die nur allzu oft eng sind, hinaus gehen. Wenn uns das, meistens auf Grund von Unkenntnis oder Unwillen (was keinen Sinn macht) nicht gelingt, aktivieren wir automatisch das Programm zur Selbstzerstörung. Das Leben bietet unendlich viele Möglichkeiten, es hört nie auf, geht immer weiter, und auch wenn es Tiefschläge gibt, die nun mal ein Teil davon sind, gibt es kein Ende, auch wenn wir uns manchmal eines wünschen würden. Es hat alles immer seine zwei oder mehrere Seiten, wichtig ist zu erkennen, das sich immer wieder alles ändern wird. Und das in allem ein tiefer Sinn verborgen liegt. Diesen zu ergründen ist weit spannender als die Flinte ins Korn zu werfen.
Das Leben ist ein immerwährendes Auf und Ab. Es hat keinen Sinn dagegen anzukämpfen. Das Glück findet man nicht dauerhaft im Aussen, da es im Aussen nichts gibt was von Beständigkeit wäre. Das lässt sich leicht nachprüfen. Wir müssen über die Unbeständigkeit hinausgehen, um etwas Beständiges in uns zu finden. Das ist der innere Beobachter, der immer gegenwärtige Zeuge allen Geschehens.
Er ist immer da, immer zugänglich. Jeden Moment, auch jetzt, kannst du deine Aufmerksamkeit darauf lenken, und du wirst sofort Erleichterung vom Druck deiner Sorgen und Probleme erfahren, die nur auf falscher Identifikation mit deinen Gedanken und Emotionen beruhen.
Zu sein statt zu haben.....dazu muss man rein gar nichts aufgeben oder auf etwas verzichten, auch Gedanken und Gefühle können sich weiter bewegen, einzig unser ausschliessliches gebunden sein daran verschwindet, das Starren auf den Boden und den Himmel dabei vergessen....
Betrachte dich als Krieger oder Kriegerin, wisse dass das was dich klein bekommen will Kräfte sind, denen du dich stellen kannst, indem du dich wieder aufrichtest, den inneren Angriff, die Niederlage in einen Sieg verwandelst, Mut und Kraft schöpfst, dich nicht täuschen lässt. Die Inhalte die dich niederschmettern, und sich als so mächtig aufspielen, entleerst, und dem etwas aufrichtendes entgegensetzt.
Sei mutig.

Lernen wir etwas über den Umgang mit negativen Emotionen und Gedanken.
Was muss ich in diesem Zusammenhang unbedingt beachten:
Wir haben bereits festgestellt (eine Gesetzmässigkeit), das wir immer das, worauf wir unsere Aufmerksamkeit lenken, beleben. Wir erwecken es zum Leben, also folgt daraus, das Aufmerksamkeit Energie ist. Die beste Art und Weise Negativität zu begegnen, ob von innen oder aussen ist: INDIFFERENZ!
Beobachte die negativen Gedanken und damit erzeugten Emotionen. Steige nicht darauf ein. Bleibe neutral. Versuche nicht GEGEN etwas anzugehen (wichtig: versuche nicht sie loszuwerden, genau dadurch bleiben sie), noch UNTERSTÜTZE es, bleibe im WAHR-NEHMEN, FÜHLEN, BEOBACHTEN, ohne Reaktion, bis der Druck nachlässt. Dann wird der Geist wieder freier, und du hast wieder die Wahl, über den Inhalt deiner Gedanken zu entscheiden. Du kannst auch die Sensationen in deinem Körper fühlen (jeder Gedanke erzeugt eine Reaktion im Körper, da sie eng miteinander verbunden sind, wie z.B. Herzklopfen, Druck im Kopf, ein Stechen in der Leber, im Knie, etc.), einfach nur fühlen, auf dieselbe Weise wie vorhergehend beschrieben. Auch dann wird sich emotionales und mentales beruhigen, und du fühlst dich freier und leichter. Wenn du über Negativität nachdenkst, analysierst oder sie bekämpfst, dagegen angehst, bindest du dich in jedem Fall an sie. Das ist nicht der Sinn der Sache.

Aus dem I GING, das Buch der Wandlungen:
Für den entschlossenen Kampf des Guten zur Beseitigung des Bösen gibt es bestimmte Regeln, die nicht ausser Acht gelassen werden dürfen, wenn man Erfolg haben will.

1.) Entschlossenheit muss auf einer Vereinigung von Stärke und
Freundlichkeit beruhen.

2.) Ein Kompromiss mit dem Schlechten ist nicht möglich; es muss unter
allen Umständen offen diskreditiert werden.
Ebenso dürfen auch die eigenen Leidenschaften und Fehler nicht
beschönigt werden.

3.) Der Kampf darf nicht direkt durch Gewalt geführt werden. Wo das Böse gebrandmarkt ist, da sinnt es auf Waffen, und wenn man ihm den Gefallen tut, es Schlag gegen Schlag zu bekämpfen, so zieht man den kürzeren, weil man dadurch selbst in Hass und Leidenschaft verwickelt wird. Darum gilt es, beim eigenen Haus anzufangen: persönlich auf der Hut zu sein vor den gebrandmarkten Fehlern. Dadurch stumpfen sich die Waffen des Bösen von selbst ab, wenn sie keinen Gegner finden. Ebenso dürfen auch eigene Fehler nicht direkt bekämpft werden. Solange man sich mit ihnen herumschlägt, bleiben sie immer siegreich.

4.) Die beste Art, das Böse zu bekämpfen ist energischer Fortschritt im Guten.

Umgang mit Emotionen und Gedanken.
Wenn wir an Intelligenz denken, so beziehen wir uns meistens auf unseren verbalen Intellekt, unser Denksystem. Doch gibt es ganz klar eine grössere Intelligenz die alldurchdringend ist. Wir sind davon nicht ausgeschlossen, wir sind miteinbezogen. Wir können diese Intelligenz in allen Details wahrnehmen, in der Natur, in unserem Körper, in der ganzen Welt. Nur sind wir meistens mit unserem inneren Dialog so sehr beschäftigt, dass wir nichts mehr sehen und erkennen.

Gedanken sind aus Worten gebildet. Gebrauche das Wort „Desinteresse“ „kein Interesse „ Entschliesse Dich dazu, dem Negativen kein Interesse mehr zu geben. Richte Deine Aufmerksamkeit bewusst auf alles, was für Dich gut ist. So wirst du stark. Du hast den Power, die Kraft, das Potential, Dein eigener Medizinmann zu werden. Sei glücklich und übe jeden Tag Deinen Geist zu meistern.

Über Probleme nachzudenken hilft nicht. Wenn man 200 kg auf dem Kopf tragen müsste, könnte man auch über keinen Witz mehr lachen. Da man sich oft nicht bewusst ist, welche Art von Gedanken man gerade denkt, gibt es einen sehr guten Anhaltspunkt, um sie sich bewusst zu machen, da sie sich immer auf einen selbst auswirken: Jedes Gefühl von Enge, Ernsthaftigkeit und Schwere bedeutet dass wir uns in etwas Negatives eingeschossen haben, in den kleinen Raum. Bewegen wir uns in den grossen Raum, wird sich das gefühlsmässig immer durch eine gewisse Leichtigkeit und Heiterkeit auszeichnen. Raum gibt Abstand, mehr Möglichkeiten, ermöglicht tolerantes Verhalten etc. Je eher wir bemerken, worin wir stecken, desto schneller können wir uns davon befreien. Dazu dient auch folgende Übung: Schreibe einen Tag lang auf, in welchen Stimmungen und Gedankengängen du dich befindest, uns stelle fest, in welche Kategorie entsprechende Gedanken gehören, sind sie positiv, wie etwa mitfühlende, kreative, enthusiastische, freundliche, grosszügige, lustige, offenherzige, phantasievolle Motive, oder sind es kleinliche, kritisierende, pessimistische, urteilende, intolerante, traurige, anklagende etc. etc. Das unterstützt die Bewusstwerdung und schafft Abstand zu inneren Vorgängen, die sich meist automatisch vollziehen. Eine Freundin hat einen Stein mit zwei Seiten, einer dunklen und einer hellen, auf ihrem Schreibtisch liegen, und wenn sie bemerkt, das sie sich wieder einmal festgefahren hat, sieht sie den Stein und dreht ihn um! Jedes Ding lässt sich von zwei Seiten betrachten, das gilt immer. Es geht hier nicht darum etwas zu beschönigen oder zu verdrängen, sondern immer auch das Gute in allem Geschehen zu entdecken. Wenn wir unsere Schwächen erst einmal angenommen, sie uns eingestanden haben, können wir sie leichter überwinden. Akzeptanz dessen wie die Dinge bestellt sind und Nachgiebigkeit, sind immer der erste Schritt, den Widerstand aufzugeben. Jede Situation entsteht aufgrund bestimmter Ursachen in die wir keinen umfassenden Einblick haben, wir können nur davon ausgehen, das etwas so ist wie es ist. Durch Erfahrung lernen wir Schwierigkeiten gelassen gegenüber zu stehen, und mehr Toleranz zu entwickeln!
Hierzu eine sehr intelligente Parabel, welche die Natur des Lebens vollendet veranschaulicht: Ein armer Bauer hat nur einen wertvollen Besitz, ein Pferd. Eines Tages läuft dieses Pferd davon. Der Nachbar kommt und beklagt seinen grossen Verlust. Der Bauer hört es sich an, und zuckt darauf mit den Schultern: „Ist es gut, ist es schlecht?“ Am nächsten Tag kehrt das Pferd zusammen mit einer ganzen Herde von Wildpferden zurück. Der Nachbar kommt wieder herbeigelaufen und begrüsst überschwänglich sein grosses unerwartetes Glück. Der Bauer hört es sich an, zuckt wieder mit den Schultern und sagt: “Ist es gut, ist es schlecht..?“ Daraufhin bricht sein Sohn sich eines Tages beim Zureiten eines der Wildpferde ein Bein. Wieder kommt der Nachbar herbei, schimpft über das Unglück und der Bauer antwortet wieder mit: “Ist es gut, ist es schlecht?“ Ein Krieg bricht aus, der Sohn des Bauern wird als einziger nicht eingezogen, da er untauglich ist aufgrund seines Beinbruches. Der Nachbar lässt nicht lange auf sich warten, eilt herbei und beglückwünscht ihm zu diesem segensreichen Umstand. Der Bauer zuckt wiederholt die Schultern, mit denselben Worten: “Ist es gut, ist es schlecht...?“usw.

Diese Geschichte zeigt sehr gut, wie wenig wir in der Lage sind, zum einen Kontrolle über unser Leben auszuüben, zum anderen, wie eine ausgeglichene Haltung den Geschehnissen unseres Lebens gegenüber angebracht ist, aufgrund der immer wechselnden Umstände. Solange wir Glück, Erfolg, Zufriedenheit etc. nur im Aussen suchen, müssen wir früher oder später scheitern. Je eher wir das begreifen, desto glücklicher können wir uns schätzen. Im weiten Raum der Möglichkeiten unseres inneren Potentials aufzugehen ist die einzig beständige Lösung.

In was kann ein Mensch immer Zuflucht finden ???
Vor einigen Jahren war ich mit meinen Töchtern auf einer Reise in Indien. Wir haben die Yogalehrerin Gurumayi Chidvilasananda in Ihrem Ashram besucht. Eines nachts hat uns Gurumayi auf einen Hügel gebracht , wir mussten uns alle um ein Lagerfeuer setzen. Wir schauten in das Feuer und Gurumayi stand etwas abseits in der Dunkelheit und stellte uns eine Frage : " In was kann ein Mensch immer Zuflucht finden ??? " Alle möglichen Antworten gaben wir , aber mit keiner war Sie zufrieden. Die Antwort die Sie hören wollte war : "In der Dankbarkeit kann ein Mensch immer Zuflucht finden "
Anfangs konnte ich mit dieser Antwort nicht viel anfangen, ich nahm sie einfach zur Kenntnis. Einige Tage später war ich an einem Fest, aber anstatt mich zu erfreuen war ich auf jemanden richtig wütend. Wut ist eine Emotion die einem keine Freiheit lässt. Ich wollte mich am Fest erfreuen und wollte meine Wut auf die Seite schieben. Das ist mir nicht gelungen , und so erinnerte ich mich an die Möglichkeit, in der Dankbarkeit Zuflucht zu finden. Wut und Dankbarkeit sind aber zwei ganz entgegengesetzte Gefühle. Wie kann ich Dankbarkeit empfinden wenn ich wütend bin ??? In der Emotion habe ich eine sehr begrenzte Freiheit in so einer Situation. In der Auswahl der Worte meiner Gedanken habe ich aber immer volle Freiheit. Und so habe ich angefangen, innerlich zu rezitieren für was ich alles dankbar bin.
Ich bin dankbar dass der Schnee weiss ist,
Ich bin dankbar dass die Bäume grün sind.
Ich bin dankbar dass mein Kissen weich ist.
Am Anfang waren es nur nebensächliche Gedanken, aber mit der Zeit wurde der Inhalt immer reicher.
Ich bin dankbar dass ich etwas lernen kann.
Ich bin dankbar dass es Menschen gibt die ich gerne habe.
Ich bin dankbar dass es Menschen gibt die mich gerne haben.
Ich bin dankbar dass ich hier bin. usw.
Nach einigen Minuten dieser gedanklichen Übung war ich von Glück und Dankbarkeit überschwemmt.
Von der Wut keine Spur mehr.

Erinnere dich an diese Übung.
Gedanken der Dankbarkeit geben dir die Möglichkeit, dich vollkommen umzupolen. Du wirst auch erstaunt sein für wie viele Sachen du dankbar sein kannst.
Versuche es

granata.bmp (728754 Byte)

Von Sogyal Rinpoche :

1.
Ich gehe die Straße entlang.
Da ist ein tiefes Loch im Gehsteig.
Ich bin verloren ... Ich bin ohne Hoffnung.
Es ist nicht meine Schuld.
Es dauert endlos, wieder herauszukommen .

2.
Ich gehe dieselbe Straße entlang.
Da ist ein tiefes Loch im Gehsteig.
Ich tue so, als sähe ich es nicht.
Ich falle wieder hinein.
Ich kann nicht glauben, schon wieder am gleichen Ort zu sein.
Aber es ist nicht meine Schuld.
Immer noch dauert es sehr lange, herauszukommen.

3.
Ich gehe dieselbe Straße entlang.
Da ist ein tiefes Loch im Gehsteig.
Ich sehe es.
Ich falle immer noch hinein...aus Gewohnheit.
Meine Augen sind offen.
Ich weiß, wo ich bin.
Es ist meine eigene Schuld.
Ich komme sofort heraus.

4.
Ich gehe dieselbe Straße entlang.
Da ist ein tiefes Loch im Gehsteig.
Ich gehe darum herum.

5.
Ich gehe eine andere Strasse.


Identifikation:
DAS BEISPIEL VOM OZEAN UND DEN WELLEN.

Unendlich viele Wellen gibt es im Ozean, und alle sagen, flüstern oder schreien : Ich ... Ich ... Ich ...Es gibt mächtige Wellen, grosse und kleine aber auch unscheinbare. Alle Wellen haben ihre Einzigartigkeit. Jede Welle hat ihr Hoch und ihr Tief. Manche Wellen fühlen sich bedroht von anderen Wellen, sie zischen: warum kommst du mir so nahe. Andere wiederum flüstern, „warum bleibst du mir so fern.“ Die Wellen geniessen es, wenn sie sich hoch aufbäumen, wenn sie sich überschlagen und sich im Schaum verlieren; haben aber auch Angst, auf einer Klippe zu zerschellen oder auf einem Strand auszulaufen.
Nur diejenigen Wellen die schon einmal eine Windstille erfahren haben, wissen dann für immer : „Ich manifestiere mich jetzt als Welle, aber meine wahre Natur ist der Ozean, ich bin der Ozean . Ich bin der Ozean in all seiner Grösse und Tiefe.
Diese neue Identität gibt den Wellen eine grosse Freude und eine grosse Sicherheit, sie verlieren die Angst und können so alle Phasen ihres ewig wandelnden Daseins voll erleben. Sie versuchen aus Freude, Liebe, Anteilnahme und Mitgefühl den anderen Wellen mitzuteilen: Du bist nicht nur diese kleine Welle, Du bist der Ozean. Der Ozean ist Deine wahre Grösse. Erfahre Deine wahre Natur in der Windstille, das gibt Dir die Möglichkeit, Deine eigene Grösse und Schönheit zu erkennen .
Habe keine Angst, eine Windstille dauert nur kurze Zeit, mit dem Wind geht Dein Dasein als Welle in all seinen Phasen weiter, aber mit einem neuen Bewusstsein. Doch die meisten Wellen erkennen nicht den Wert der Windstille, sie haben sogar grosse Angst davor, sich zu verlieren. Meditation ist die Windstille. Lachen und Weinen gehen weiter, aber eine zentrale Erfahrung in Dir bleibt, die Dir nichts und niemand nehmen kann. Liebe, Freude, Anteilnahme, Mitgefühl, Kraft und Friede wachsen innerlich. Du wirst frei.

A wave in the sea, seen in one way, seems to have a distinct identity, an end and a beginning, a birth anda death. Seen in another way, the wave itself doesn’t really exist but is just the behavior of water, “empty” of any separate identity but “full” of water. So when you really think about the wave, you come to realize that it is something that has been made temporarily possible by wind and water, and is dependent on a set of constantly changing circumstances. You also realize that every wave is related to every other wave
Sogyal Rinpoche


Yoga bringt den Geist zur Ruhe.
Dann ruht der Sehende in seiner wahren Natur.
Sonst identifiziert sich der Sehende mit den veränderlichen Inhalten des Geistes.

Patanjali

Der Begriff „Ich“
Der Begriff „Ich“ ist ein einfacher Ausdruck bei dem jeder weiss, was man damit meint. Doch wenn man die Sache genauer analysiert, können wir feststellen, dass nicht jeder Mensch die gleiche Art der Ich-Identifikation hat. Wenn man jemand fragt, was er mit „Ich“ meint, so wird er sehr wahrscheinlich verschiedene Sachen aufzählen: Körper, Geschlecht, Name, Schule, Beruf, Besitz, soziale Stellung, Ideologie, Partei, Religion, Rasse, Familie, usw. Wenn wir das genauer betrachten, ist das eine Art der Ich-Identifikation auf der Basis der Erfahrung und des Habens.
Bewusstseinsentwicklung bedeutet, dass die Ebene des Seins, des Bewusstseins, der Liebe oder der innere Raum (verschiedene Arten das gleiche auszudrücken) den Hauptplatz einnehmen in unserer Ich-Identifikation. Wenn wir keine Kenntnis haben von unserem eigenen Sein, haben wir keine Basis, das Leben macht uns Angst, alles ist Kampf, weil unsere Identität ständig in Gefahr ist.
Wir identifizieren uns auf der Basis unserer Erfahrungen.
Wir sind mit der Welt in Verbindung durch unsere Sinneswahrnehmungen, die also ganz entscheidend sind für unseren Identifikationsprozess.
Jede Erfahrung hat 3 Aspekte:

Subjekt > 2°  Wahrnehmungsprozess > 3°  Objekt
Der Sehende > 2°  Das Auge > 3°  Das Objekt der Betrachtung
Das Bewusstsein > 2°  Die Sinne > 3°  Die Welt

Unsere wichtigste Identifikation sollte unser Bewusstsein sein.
Leider entzieht sich das Bewusstsein normalerweise unserer Aufmerksamkeit. Erstens ist es immer stille, zweitens alles, was wir betrachten können gehört zu dem Bereich der Objekte der Betrachtung. Auch unsere Gedanken entstehen zwar aus unserem Bewusstsein,
sie kommen und gehen wieder. Wir aber, unser Bewusstsein, ist der ewige Zeuge. Wir sind nicht nur die Gedanken und Gefühle, sondern wir sind auch der stille Zeuge unserer Gedanken und Gefühle.
Ein Mensch also, der sein eigenes Bewusstsein nicht kennt, hat eine unvollständige Identität. Es fehlt im seine eigene Basis.
Er identifiziert sich nur mit Aeusserlichkeiten.
Meditation und Liebe geben dir die Möglichkeit Dein eigenes Bewusstsein zu erfahren. So wirst du stark.
Sei glücklich, und übe jeden Tag Deinen Geist zu meistern.
Du hast den Power, die Kraft, das Potential, Dein eigener Medizinmann zu werden.


Ob Du Dich als Atheist oder als Christ oder Muslim. . . . . definierst macht für mich keinen grossen Unterschied, es sind sowieso nur Konzepte, Bilder, Darstellungen. Mit einer Taschenlampe können wir die Sonne nicht erleuchten, mit unserem Geist können wir Begriffe der Unendlichkeit nicht erfassen. Gedanken wie Raum und Zeit, Leben und Tod können wir nicht fertig denken, sie übersteigen unsere Möglichkeiten. Dein Weltbild ist immer nur eine Darstellung, eine Karte, ein Orientierungsbedürfnis Deines Geistes. Mit Sicherheit sind unsere Konzepte immer begrenzt und darum auch falsch. Wichtiger als Deine Selbstdefinition ist die Erfahrung die Du von Dir selber machst. Du kennst Deinen Geist durch das permanente zuhören Deines inneren Dialoges, der Worte die sich bilden und denen Du Deine ungeteilte Aufmerksamkeit widmest. Du selber bist aber nicht Deine Gedanken, Konzepte, Meinungen, denen du zuhörst von Morgen bis Abend. Du bist nicht das Gehörte sondern der Hörende. Du bist nicht das Gesehene sondern der Sehende. Du bist nicht die Inhalte Deines Geistes sondern das reine Bewusstsein und wenn Du Deine Augen schlisst und in Deine innere Stille tief eindringst dann erlebst Du Dich selber, Deine innere Stille, Dein stilles Bewusstsein als heilig als Göttlich. Und diese Erfahrung ist ganz unabhängig von Deinen Definitionen als Atheist oder als Christ oder Muslim. . . . .

DAS AQUARIUM MIT DEM GOLDFISCH
Das Wasser im Aquarium ist nicht ganz sauber, so dass der Fisch sich nicht ganz wohl fühlt. Anstatt den Dreck zu bekämpfen ist es praktischer und einfacher frisches Wasser nachzugiessen. Sauberes reines frisches Wasser wird ins Aquarium gegossen, und das verunreinigte Wasser fliesst ab. Man kann das nicht in einmal machen, da jedes Mal beim Eingiessen Wirbel entsteht, das alten abgelagerten Dreck aufsteigen lässt. Für einen kurzen Moment geht es unserem Goldfisch also noch schlechter. So braucht es Geduld; jeden Morgen und jeden Abend einen kleinen Krug frisches Wasser. Mit der Zeit wird die Lebensqualität unseres Goldfisches immer besser. Der Krug den wir dazu gebrauchen ist Nebensache, er muss nur praktisch und handlich sein. Was wirklich wichtig ist, ist das reine Wasser und das geduldige und systematische Vorgehen. Das reine Wasser ist die Erfahrung Deines eigenen Bewusstseins. Der Krug stellt die kulturelle Form dar, die es Dir möglich macht. Der Wirbel der dadurch entsteht, stellt den unumgänglichen Reinigungsprozess des Systems dar. Diese Stresslösungen können sich auf emotioneller Ebene, auf intellektueller oder körperlicher Ebene abspielen. Dieser Reinigungsprozess ist wünschenswert, leider aber immer unangenehm. Doch frage einen jeden der auf irgend einem Pfade der Selbsterkenntnis an sich gearbeitet hat, er wird Dir sagen :
habe keine Angst, es lohnt sich tausendmal.

"Wenn das Bewusstsein auf der existenziellen Ebene beginnt, die ausschliessliche Identifikation mit dem grobstofflichen Körper-Geist zu de- konstruieren (aufzulösen), beginnt es auch die Verdrängungsschranke zu de- konstruieren, die für einen grossen Teil der Dissoziationen der verschiedenen Aspekte dieses grobstofflichen und vitalen Körper-Geistes verantwortlich ist: dies ist der Grund dafür, warum gerade dann besonders schwere frühere Verdrängungen / Fixierungen ins Bewusstsein drängen (oder in einer anderen Weise als Regressionsmagnet wirken, der bewältigt werden muss, bevor eine Weiterentwicklung möglich ist. Auf der existenziellen Ebene können also bedeutsame Fehlentwicklungen an einem der früheren Drehpunkte (Grundlage von Psychosen und Borderline / Sucht) an die Oberfläche kommen und aggressiv Aufmerksamkeit fordern.

Aus: Das Wahre, Schöne, Gute: Geist und Kultur im 3. Jahrtausend
Von Ken Wilber
Bei Amazon

Unser Film
Wir alle haben Meinungen, die wir uns durch unsere Erfahrungen aufgebaut haben. Sie sind uns nützlich, weil sie uns eine Richtlinie geben, doch gleichzeitig sind sie auch unser Gefängnis durch ihre Begrenztheit. Wir haben immer nur unseren Gesichtspunkt, wo es doch logischerweise tausend andere Möglichkeiten der Betrachtung gibt.
Vor einigen Jahren bin ich in eine unangenehme Situation geraten, in der mir meine Meinung zum Hindernis wurde. Es war mir möglich, zu erkennen dass die Emotion in Verbindung mit meinen Meinungen verhinderte, eine umfassendere und vollständigere Betrachtungsweise zu erlangen. Ich konnte aber meine Meinung nicht einfach unter den Tisch wischen. Diese Problematik, die für mich sehr schmerzvoll war,
hat ziemlich lange angedauert bis mir eines Tages ein erlösender Gedanke kam. „Da mir ja die Meinungen von Herrn Rossi, Herrn Müller und Herrn Bünzli gleichgültig sind, gibt es eigentlich gar keinen Grund, der Meinung von Herrn Altepost mein ganzes Interesse zu widmen“.
Ich konnte meine Meinung behalten, da ich ihr jedoch nicht mehr mein volles Interesse gab, hat sie mich freigelassen. Was ich damit sagen will ist dass es auf der einen Seite wichtig ist, sich eine Meinung zu bilden, gleichzeitig aber nicht alles so todernst zu nehmen.

Gedanken
Unser Gedankensystem ist hauptsächlich akustisch, teilweise auch visuell. Die meisten Leute aber denken akustisch. Gedanken sind aus Worten gebildet, Worte sind aus Buchstaben gebildet und Buchstaben sind Töne. Wir hören also innerlich unseren Gedanken zu. Dies zu bemerken gibt Dir die Möglichkeit, zu erkennen dass Du der Hörende bist und nicht das Gehörte. Diese Unterscheidung dient nur zur Klarstellung unserer Identität, denn natürlich sind Gedanken einfach Dein Bewusstsein in Bewegung. Gebe Deinem stillen reinen Bewusstsein mehr Aufmerksamkeit als Deinen Gedanken.
Ich hoffe dass Du angefangen hast, bewusst Deine Aufmerksamkeit auf das zu lenken, was für Dich angenehm ist.

Unser Geist nimmt die Form an vom Objekt unserer Aufmerksamkeit. Um das besser zu erklären, mache ich Dir einige einfache Beispiele: Wenn Du einige Stunden Tetris spielst auf dem Nintendo, wirst Du bemerken, wie Dein Geist diese Gedankenform übernommen hat.
Hast Du aufgehört zu spielen, funktioniert Dein Geist weiter auf dieser Ebene. Die gleiche Erfahrung kannst Du machen, wenn Du einige Stunden auf einer Play Station auf dem Video spielst, oder wenn Du ein interessantes Buch liest. Wenn Du Dir einen Porno ansiehst, übernimmst Du eine Gedankenform die, noch weiter funktioniert auch nachdem Du den TV abgestellt hast. Das, um zu erläutern wie der Geist die Form des Objekts der Betrachtung annimmt. Da jede Gedankenform ihre eigene Energie hat, ist es für uns vorteilhaft, unsere Aufmerksamkeit auf das zu richten, was für uns angenehm und gut ist. Das ist eigentlich etwas ganz einfaches, womit jeder Mensch einverstanden sein kann. Komischerweise aber lieben es die Menschen sehr oft, ihre Aufmerksamkeit auf das zu lenken, was ihnen nicht gefällt,
z.B. kritisieren. Darum müssen wir bewusst wählen, auf was wir unsere Aufmerksamkeit richten. Unsere Gedanken, unsere Gefühle und unsere Einstellung können die ganz realen und konkreten Geschehnisse unseres Lebens beeinflussen. Du hast sicher schon gesehen dass wenn man eine gute Stimmung hat, einem die richtigen Sachen im richtigen Moment passieren. Die Natur unterstützt Dich. Stehst Du hingegen irgendwie quer zum Leben mit schlechter Einstellung, dann unterstützt Dich die Natur auch, aber mit einem Ziegel auf dem Kopf. Dieses Beispiel ist natürlich eine grobe Vereinfachung, die unvollständig ist, vieles könnte man darüber sagen, aber im grossen und ganzen zeigt es eine gewisse Gesetzmässigkeit. Nicht umsonst sagt ein Sprichwort: Wie Du in den Wald rufst, schallt es zurück.


Gefühle
Wenn Du negative Energien erlebst wie Aggression, Wut, schlechte Laune usw., hast Du verschiedene Möglichkeiten diese Energien zu Deinen Gunsten umzuwandeln. Eine Emotion, ein Gefühl wird für Dich unangenehm erst von dem Moment an, wo Du Dich dagegen wehrst. Fühlst Du in Dir eine Energie oder Emotion aufsteigen, wie Aggression, Eifersucht, Traurigkeit, usw, so kannst Du diese umwandeln. Erkenne die Energie und bedanke Dich dafür. Bedanke Dich und akzeptiere diese Energie auch wenn sie noch so schlecht anzufühlen ist. Tauche voll in diese Energie ein, aber distanziere Dich, löse Dich ganz von der Ursache die diese Energie hervorgerufen hat. Löse Dich von der „Geschichte“ und tauche voll in das Gefühl. Dieses Akzeptieren der Energie, sich aber lösen von der Ursache musst Du verschiedene Male wiederholen. Du musst das einüben.
Es ist nicht einfach.
Du wirst aber mit Erstaunen erleben können, dass die Energie sich in Freude und Liebe wandelt.
Du kannst es ausprobieren, es ist hilfreich und wirksam.
Du lernst viel über Dich selber.
Du wirst Dein eigener Medizinmann werden.

Eine andere Methode mit Negativitäten umzugehen ist, sich zurückzuziehen. Tauche in Deinen inneren Raum ein und Du wirst Dich beruhigen. Du wirst noch eine Zeit lang weiter schimpfen, aber Du kommst zur Ruhe. Die Gedanken werden weiterhin kommen aber Du kannst sie laufen lassen ohne ihnen deine volle Aufmerksamkeit zu geben. Ein wenig wie eine Radiosendung bei der man nicht genau zuhört. Eine gute und ruhige Musik oder ein Gesang kann Dir auch helfen in Deinen inneren Raum zu gelangen. Auch das Wiederholen vom Mantra OM NAMAH SHIVAYA, was bedeutet, ich verneige mich vor dem Bewusstsein, kann Dir dabei hilfreich sein. Das Mantra ist sehr mächtig. Du wirst Dein eigener Medizinmann werden.

Meditation

Den Schatz den ich fand, kann nicht mit Worten beschrieben werden.
Der Geist kann ihn nicht fassen.
Mein Geist fiel wie ein Hagelkorn in die riesige Weite des Bewusstseins.
Als ich einen Tropfen davon berührte, schmolz ich hinweg und wurde eins mit dem Absoluten.
Und selbst nun, da ich zum menschlichen Bewusstsein zurückkehre, sehe ich nichts, höre ich nichts, das nicht göttlich ist.
Ich weiss, dass nichts von mir verschieden ist.
Shankaracharya



Wenn Du Dich jeden Tag daran erinnerst Deine Aufmerksamkeit auf Deinen Inneren Raum, dein reines stilles Bewusstsein zu richten, wird Dein Leben eine reiche, volle und gute Erfahrung.

Meditation, was bedeutet das? Meditation ist ein Prinzip. Das Prinzip der Innenschau, um von allem worin wir verstrickt sind und Abhängigkeit empfinden, frei zu werden. Es ist ein selbsttätiger Vorgang, der am besten durch Anleitung eines erfahrenen Lehrers initiiert wird. Es ist ein einfacher, müheloser, natürlicher Vorgang, bei dem wir unser Selbst besser erfahren, die Natur unseres inneren und innersten Wesens. (Egozentrik ist der eine zu nennende Ursachenfaktor für allen Schaden. Das Selbst liegt dem Ego zugrunde, seine Erfahrung löst die Enge des Egos auf). Die Psychologie gibt uns heutzutage Aufschluss darüber, das wir nur 5-10% unseres geistigen Potentials nutzen. Das übrige Potential können wir erschliessen, indem wir unser Bewusstsein dorthin lenken, wo bisher keine Bewusstheit existiert, also in unser sogenanntes Unterbewusstsein. Unsere Probleme tauchen aus unserem Unterbewusstsein auf, ihre Entstehung ist uns nicht bewusst. Die Dinge deren wir uns bewusst sind, sind nie das Problem. Deshalb ist es unser Anliegen, bewusster zu werden. Meditation bedeutet ganz einfach Licht ins Dunkel zu bringen. Um das Unbewusste ins Bewusstsein zu bringen, müssen wir hinein tauchen, nach innen schauen, tiefer und tiefer. Dieser Vorgang nennt sich Meditation, zum Kern der Sache vorstossen, Grenzen überschreiten. Es ist ein selbsttätiger Vorgang, wir gehen mit unserer Aufmerksamkeit nach Innen. Es gibt Methoden, die aus alten überlieferten Traditionen stammen, die uns Anleitung sind, unsere Tiefen auszuloten. Meditation ist ein sehr praktisches und wertvolles Werkzeug, um bewusster und damit selbständiger zu werden. Da das Unterbewusstsein einen grossen Teil unseres Seins darstellt und zudem seiner Natur nach träge ist, ist es notwendig mit Ausdauer, Geduld und Regelmässigkeit "einzutauchen", Licht ins Dunkel zu bringen, und allmähliche Fortschritte zu erzielen, da die Integration der Erfahrungen notwendig ist. Ehrgeiz ist hier nicht angesagt. Dafür eigenen sich systematische Methoden die dies bewirken. Werkzeuge sind da um sie zu benutzen, um ein erwünschtes Ergebnis zu erzielen. Meditation ist in diesem Sinne Gold wert. Wir meditieren, um den Geist zu beruhigen, um unser Bewusstsein zu erfahren. Wenn Du nicht meditierst, besteht die Tendenz, dass die Probleme Dich gefangen nehmen, Du kannst Dich darin verlieren. Wenn Du meditierst, hast Du eine grössere Distanz dazu, Du musst Dich nicht mehr mit den Problemen identifizieren. Die Probleme gehören zum Bereich Deiner Erfahrungen und wandeln sich in Aufgaben.

Im Prozess der Bewusstseinsentwicklung, der Meditation, gehen wir verschiedene Reinigungsprozesse durch, die nicht immer angenehm sind. Alte Emotionen können hochsteigen, alte Schmerzen können gegenwärtig werden, Tränen können kommen. Doch das ist die Art, wie wir uns davon trennen. Wir müssen mit uns geduldig sein, und Vertrauen haben. Die Entwicklung führt zu immer grösserer innerer Freiheit, Zufriedenheit und Liebe. Das Leben wird einfacher, Du kannst es besser geniessen.

Dein Bewusstsein ist vollkommen und rein und unberührt von allem.  mp3
In Deinem Bewusstsein ist , wie bei jedem Menschen, alles vorhanden um die Mängel, die aus Deiner Vergangenheit stammen auszugleichen. Wende Dich an Dein eigenes Bewusstsein um Deine Jugend und Dein Leben in Ordnung zu bringen. Du musst Dein eigener Doktor sein. Versuche so viel wie möglich mit Deinem Bewusstsein in Kontakt zu bleiben. Lasse Dich von ihm führen in Deinem Wachstum zu mehr Freude, Freiheit, Frieden, Glück und Liebe. Nimm dies ernst! Sonst läufst Du Gefahr, dass Du Dich verlierst. Andere Menschen können Dir höchstens helfen, aber der Einzige, der wirklich etwas machen kann, bist Du.
Nutze Dein Potential, achte Dein Selbst, ehre Dein Selbst, liebe Dein Selbst und lasse Dich von ihm in Deinen Handlungen leiten.
Lerne Mitgefühl und Anteilnahme für Deine Mitmenschen zu empfinden. Behandle Deine Mitmenschen so, wie Du auch gerne behandelt werden möchtest.


Stationäre Einrichtung der Drogen Suchthilfe

Seit 1991 haben wir hier, in Sala Capriasca, im Tessin, in der Schweiz, eine kleine Lebensgemeinschaft, die der Suchthilfe und Krisenhilfe dient.  Zehn km von Lugano entfernt leben wir auf dem Lande in der Natur, mit Weitblick über das Tal. Den Tag beginnen wir mit einer Stunde Yoga, mit Meditation und Mantra. Am Nachmittag töpfern wir im Keramikatelier an der Drehscheibe. Es ist eine freundschaftliche Gemeinschaft, wo aber doch jeder seinen eigenen Raum hat.  Der Rhythmus des täglichen Yogaprogramm und der täglichen kreativen Arbeit ermöglicht es Dir Deinen Geist zur Ruhe kommen zu lassen, Dich selber neu zu erkennen und Deinem Leben grössere Bewusstheit und Freiheit zu geben. 

WARUM MEDITATION IN DER SUCHTHILFE NÜTZLICH IST.

Die erste Betrachtung ist die Einfachste. Meditation lässt uns ganz natürlich einen Zustand tiefer Ruhe erfahren. Ein Mensch der Probleme hat, hat sicher auch immer einen unruhigen Geist. Die Meditation gibt ihm die natürliche medikamentenfreie Erfahrung tiefer Ruhe. Wenn er morgens und abends meditiert, hat er wenigstens zweimal täglich "Ferien" von seinem unruhigen Geist. Diese natürliche Ruhe ermöglicht es ihm, Distanz gegenüber seinen Problemen zu gewinnen. Die Probleme wandeln sich in Aufgaben. Mit einem ruhigeren Geist ist man fähiger mit den eigenen Emotionen umzugehen und man wird fähiger, seine Aufgaben in Angriff zu nehmen. Die Qualität der Erfahrung des eigenen Lebens ist ganz stark beeinflusst und abhängig vom jeweiligen Identifikationsmechanismus, den ein Mensch hat. Die Identifikation eines Menschen hängt von seinen Erfahrungen ab. Ein Mensch tendiert, sich nach seinen Erfahrungen zu identifizieren. Jede Erfahrung hat drei Aspekte: Das Bewusstsein (auch Zeuge oder Sein genannt), die Sinneswahrnehmung sowie das Objekt der Wahrnehmung. Der wesentlichste Aspekt eines Menschen ist sein Bewusstsein. Ein Mensch, der Probleme hat verliert sich aber leider in rein äusserlichen Dingen, er verliert sich in der Welt seiner Wahrnehmungen. Identifiziert in Aeusserlichkeiten, verliert er sein Selbstbewusstsein. Er entfremdet sich seiner selbst. Die Welt wird als feindlich empfunden und das Leben wird für den Betroffenen zum Kampf. Die tägliche Meditation ist nicht eine intellektuelle Übung, sondern die Erfahrung der Ruhe und Stille des eigenen reinen Bewusstseins. Der Identifikationsmechanismus normalisiert sich, die Ebene des Bewusstseins kommt wieder in den Vordergrund. Die Meditation fördert auf ganz natürliche Weise eine Entwicklung vom Haben zum Sein. Dies gibt eine ganz neue Erfahrung, sich selber zu erleben, daraus erfolgt eine wachsende Selbstsicherheit. Die eigene Adresse ist gefunden. Man lernt durch Erfahrung, dass Liebe und Glück im eigenen inneren Raum begründet sind. Diese innere Adresse kann einem niemand mehr nehmen. Wann immer wir in Schwierigkeiten geraten, haben wir die Methode, den Ausgangspunkt, unser Leben wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Die Meditation kann man auch als eine einfache Methode mentaler Hygiene betrachten. Die tägliche Meditation hilft uns über die Jahre unsere tiefverwurzelten Abhängigkeiten aufzulösen. Mit den Jahren können wir feststellen, dass wir auf allen Bereichen unserer Persönlichkeit kleine aber wesentliche Fortschritte machen, die es uns ermöglichen unser Leben mit grösserer Ausgeglichenheit und Freude zu erfahren. Bis heute gehörte die Meditation zu den religiösen Praktiken aller Kulturen. Heute, wo die Menschheit weniger an Religion interessiert ist, sollte man aber erkennen, dass die Praxis der Meditation unabhängig von jeglicher ideologisch - religiöser Richtung eine grosse Nützlichkeit hat für die mentale Hygiene und die eigene Bewusstseinsentwicklung. Über dieses Thema kann man Bücher schreiben, als kurze Zusammenfassung kann das genügen.


Was ist Meditation.
Aus dem Buch von Ken Wilber „Mut und Gnade“

Es lässt sich auf mancherlei Weise erklären, was Meditation ist, was sie bewirkt, wie sie funktioniert. Mit Meditation, sagen manche, lässt sich der Entspannungsreflex auslösen. Meditation, sagen andere, schult das bewusste Gewahrsein; sie ist eine Methode der Ausrichtung und Zentrierung des ich; sie hält das endlose verbale Denken an und entspannt Körper und Geist; sie beruhigt das Zentralnervensystem; sie mindert Stress, verleiht Selbstwertgefühl, verringert Angst und lindert Depressionen.

All das trifft zu und wurde klinisch bestätigt. Ich möchte aber hervorheben, dass Meditation an sich eine spirituelle Praxis ist und immer war. Sie mag christlich, buddhistisch, hinduistisch, taoistisch oder muslimisch sein - immer ist sie der Weg der Seele nach innen, wo sie schliesslich ihr Einssein mit dem Göttlichen findet. »Das Reich Gottes ist in euch« - und Meditation ist von ihren Ursprüngen an stets der Königsweg zu diesem Reich gewesen.  Was auch immer die Meditation also zu leisten vermag, sie ist zuerst und vor allem die Suche nach dem inneren Gott.

Ich würde sagen, dass Meditation spirituell, aber nicht unbedingt religiös ist. Spiritualität hat mit tatsachlicher Erfahrung zu tun, nicht mit blossen Glaubensinhalten; mit Gott als dem Grund des Seins, nicht mit einer kosmischen Vaterfigur; mit dem Erwachen zum wahren Selbst, nicht mit Gebeten für das kleine ich; mit Bewusstseinsschulung, nicht mit weihevollem Moralisieren über Unzucht und Völlerei; mit dem Geist, der in jedem Herzen zu finden ist, nicht mit irgend etwas, das in dieser oder jener Kirche getan wird. Kurzum, Meditation ist spirituell, Gebet - jedenfalls das Bittgebet, in dem ich um ein neues Auto oder eine Beförderung ersuche - ist religiös: Es dient nur dem kleinen Ego mit seinen endlosen Wünschen. Meditation dagegen möchte das Ego vollkommen überwinden; sie erbittet nichts von Gott, sondern bietet das Ego dar als Opfer für ein Bewusstsein höherer Art.

Das heisst auch, dass Meditation nicht dieser oder jener Religion zuzurechnen ist, sondern Bestandteil einer universalen spirituellen Kultur der Menschheit ist - ein Bemühen, Gewahrsein in alle Aspekte des Lebens zu bringen. Sie ist, anders gesagt, Teil dessen, was man philosophia perennis nennt, die »immerwährende Philosophie«.

Aus dem Buch von Ken Wilber
„Mut und Gnade“

 


Ich möchte Ihnen noch kurz schildern, wie ich zu dieser Arbeit gekommen bin. Normalerweise gelangt man zu solch einer Aktivität über einen sozialen Beruf, über eine soziale Ausbildung. In meinem Falle ist das ganz anders gelaufen. Seit nunmehr 40 Jahren interessiere ich mich für Meditation und Yoga. Schon als 13 - jähriger Bube ging ich in eine Yoga-Schule. Dieses Interesse blieb immer lebendig bis heute. Einige Schulen und Meister habe ich kennengelernt in dieser Zeit. 1971 kam mir erstmals der Gedanke, dass Meditation in der Suchthilfe nützlich sein könnte. 1978 besuchte ich den kantonalen Regierungsrat Benito Bernasconi, damaliger Chef des Sozialdepartements im Kanton Tessin, um ihm meine Überlegungen nahezubringen. Ich übergab ihm auch eine kurze Dokumentation über die therapeutische Wirkung der Meditation bei Alkohol- und Drogenmissbrauch. Darauf veranlasste er die Psychiatrische Klinik von Mendrisio ihm einen Bericht über dieses Thema zu schreiben. Ich hielt darauf einen Vortrag an der Aerzteversammlung der Psych. Klinik. Zusammen mit dem verantwortlichen Direktor der Rehabilitationsstelle der Invalidenversicherung organisierte ich einen Vortrag für alle Fachleute des Sozialwesens im Kanton Tessin. Ich organisierte auch zwei Vorträge im Kantonalen Gefängnis "La Stampa" über dieses Thema. Einen Vortrag für das Personal und einen Vortrag für die Insassen. Diese Vorträge gaben keine sofortigen Resultate, aber heute hält der jetzige Direktor regelmässig Meditationskurse im Gefängnis ab. Der damalige Sozialarbeiter des Gefängnisses, Giacinto Colombo, vertraute mir darauf ein junges Paar mit Suchtproblemen an. Sie blieben drei Monate bei mir, worauf ich sie aus den Augen verlor. Danach stellte ich eine sehr umfangreiche Dokumentation zusammen, die ich der Kantonalen Drogenkommission zur Verfügung stellte. 1979 schrieb ich einen Artikel in die Zeitung "Politica Nuova" über das Thema "Meditation und Drogenrehabilitation". Darauf reagierte die Sozialarbeiterin Luisa Caslini, Mitglied der damaligen Kant. Drogenkommission. Frau Caslini brachte mir eine junge Frau mit grossen Heroinproblemen. Frau Caslini sagte mir: "Genug der Theorie, jetzt kommt die Praxis!" Diese junge Frau blieb sechs Monate in meiner Betreuung. Dies war mein Einstieg in die Suchthilfe. Darauf kamen spontan junge Menschen zu mir mit der Bitte, Ihnen zu helfen. Von 1981 bis 1990 nahm diese Aktivität bei mir keine festen Strukturen an. Es war eine unentgeltliche Nebenbeschäftigung. 1991 hat mich das Jugendgericht Bern angefragt, einen jungen Mann aufzunehmen. Seither wurde diese Arbeit zu meinem Beruf. Danach hatte ich ununterbrochen ein bis drei Gäste. Was ich in diesem Bereich gelernt habe, nahm ich aus der Erfahrung dieser Jahre. Einigen Menschen verhalf ich so zur vollständigen Suchtfreiheit und sozialen Eingliederung, bei anderen gelang es mir nur teilweise und wieder andere landeten erneut auf der Gasse. Mit meiner heutigen Erfahrung glaube ich nicht, dass man Meditation allgemein in allen Therapiestellen einführen kann. Dazu braucht es jemand, der eigene langjährige Erfahrung damit hat. Auch muss er an den Menschen interessiert sein und nicht nur an seiner Technik. Was ich hingegen jeder Therapiegemeinschaft herzlich empfehlen könnte, ist das tägliche Singen, insbesondere das Mantra-Singen. Singen ist etwas so Einfaches, aber absolut Geniales in seiner Auswirkung. Jeder Mensch lernt so seine Gefühle fliessen zu lassen. Für das Herz hat es eine wohltuende und heilende Wirkung. Ein Tag, der mit Singen angefangen hat, ist ein besserer Tag!  Heute haben wir die Anerkennung vom Sozialdepartement des Kanton Tessin als Stationäre Einrichtung der Suchthilfe.
Vincenzo Kavod Altepost

 

  Nachrichten 2016:
Nach 24 Jahren Tätigkeit habe ich beschlossen, in den Ruhestand
zu gehen.
Das Wohn-Zentrum für die Rehabilitation schließt die Aktivität.

Ich bleibe verfügbar für Beratung und es bleiben CDs: "Erkenne Deine grundlegende Gutheit.
Ein
Kurs bestehend aus 24 Programmen.

Free Mind
Riconosci la tua bontà fondamentale.

Free Mind
Erkenne Deine grundlegende Gutheit.

Free Mind
Reconnais ta bonté fondamentale

Free Mind
Recognize your fundamental goodness.

 

2011
Vincenzo Kavod Altepost
a Verlin 9
6954 Sala Capriasca. Ticino, Schweiz
0041 79 632 41 35

v.altepost@bluewin.ch


Dokumentation
hier zum ausdrucken.


Désirée Wiprächtiger, meine gute Freundin, kommt fast jeden Tag zu Besuch.
Ihr Lachen, ihre Herzlichkeit, ihre Weisheit und ihre Geduld im zuhören sind immer wichtig und wertvoll.
Einfach durch ihre Gegenwart und Anteilnahme wird vieles wieder gut.
Ihr Lachen und ihre Gegenwart sind ein unschätzbbarer Segen in diesem Haus.

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Den Schatz den ich fand, kann nicht mit Worten beschrieben werden.
Der Geist kann ihn nicht fassen.
Mein Geist fiel wie ein Hagelkorn in die riesige Weite des Bewusstseins.
Als ich einen Tropfen davon berührte, schmolz ich hinweg und wurde eins mit dem Absoluten.
Und selbst nun, da ich zum menschlichen Bewusstsein zurückkehre, sehe ich nichts, höre ich nichts, das nicht göttlich ist.
Ich weiss, dass nichts von mir verschieden ist.
Shankaracharya


Ta musique incite mon âme à danser;
j'entends Ta flûte dans le murmure du vent;
les vagues de la mer conservent le rythme de Tes pas dansants.
A travers toute la nature, j'entends jouer Ta musique mon Bien-Aimé;
tout en dansant, mon âme chante sa joie.
Hazrat Inayat Khan


Deine Musik regt mich zum Tanzen an;
im Säuseln des Windes vernehme ich Dein Flötenspiel;
die Wogen des Meeres bewahren den Rhythmus Deiner tanzenden Schritte.
In der ganzen Natur vernehm'ich Deine Musik,
mein Geliebter; im Tanze verkündet meine Seele in Liedern ihre Freude.
Hazrat Inayat Khan


May all beings have happiness, and the causes of happiness;
May all be free from sorrow, and the causes of sorrow;
May all never be separated from the sacred happiness which is sorrowless;
And may all live in equanimity, without too much attachment and too much aversion,
And live believing in the equality of all that lives.


As long as space endures,
And as long as sentence beings exist,
May I, too, remain,
To dispel the misery, of the world.
Shantideva


Aussi longtemps qu'existera l'espace,
Aussi longtemps qu'il y aura des étres,
Puissé-je moi aussi demeurer
Pour dissiper la douleur du monde
Shantideva


So lange der Raum besteht,
so lange es lebende Wesen gibt,
Möge auch ich hier verbleiben
um das Leiden der Welt zu lindern
Shantideva


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Meditation:
Das Tor zum Herzen öffnen.
Von Sally Kempton.
Das ist sicher eines der besten Bücher für die Meditation.

 



Bodhichitta
Das erwachte Herz  
von Pyar Franziska Troll
Geistestraining für
Weisheit und Mitgefühl



Reise ins Nichts
Geschichte
eines Erwachens.
von Pyar Franziska Troll



Poesie der Stille
Tanz des Lebens
von Pyar Franziska Troll



Die Welt in meinem Kopf
von Swami Anantananda
Der Umgang mit den
eigenen Gefühlen.



Die Vier Edlen Wahrheiten
von Dalai Lama



Der Friede beginnt in dir
von Dalai Lama



Meditation
von Sogyal Rinpoche



Alle Kraft steckt in dir
von Deepak Chopra



Die Wissenschaft vom Sein
und die Kunst des Lebens  
von Maharishi Mahesh Yogi



Ich bin
von Sri Nisargadatta Maharaj



Wach auf, du bist frei
von H. W. L. Poonja



Spiel des Bewusstseins  
von Swami Muktananda



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Das Glück liegt in Dir.  
von Swami Muktananda



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Meditation.
von Sri Sathya Sai Baba



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